
Bezirksrätin Gräfin Baudissin-Schmidt mit Stadtrat Gerhard Schröter und dem Ortsvorsitzendem Markus Kosel
Seine Radiosendung „ Ein Bayer in Hamburg, Wos net ois gibt“ in einem Hamburger Literatur Sender erfreut sich größter Beliebtheit so wie auch sein Auftreten in Lederhosen und Trachtenhemd im Norden gut ankommt.
Bezirksrätin Baudissin – Schmidt kann dieses sehr gut nachvollziehen.
Auch in München ist bei jedem Fest- sei es auf der Wies´n oder beim Frühlingsfest Tracht obligatorisch, obwohl es in München kaum Brauchtumsvereine gibt.
Anders als im ländlichen Raum, dort tragen auch die Trachtenvereine das Gemeinschaftsleben.
Auch Dr. Heil aus Berchtesgaden betonte die soziale Funktion der Brauchtumsvereine, bedauerte aber, dass nicht selten bei Festen dem Alkohol zu stark zugesprochen wird.
FDP-Kreisvorsitzender Dr. Buggisch hat mit seiner Familie selbst erfahren, dass das Tragen von Tracht und das Teilnehmen an Ritualen des Brauchtums die Integration für Zugezogene erleichtert.
Kreisrat Heppe jedoch bemängelte bei manchen Vereinen eine Art Abgrenzung.
Man kennt sich und will unter sich bleiben.
Bezirksrätin Baudissin – Schmidt empfahl eine stärkere Öffnung von Brauchtumsveranstaltungen wie Trachtenumzüge und Volksmusikabende für ein überregionales Publikum.
Dafür sollte dies auch in Rosenheim, München und im benachbarten Österreich stärker beworben werden. Ankündigungen im Internet lassen manchmal Professionalität vermissen.
Eine bessere Werbung für unser Brauchtum könnte auch mehr Gäste nach Oberbayern bringen.
Stadtrat Schröter erkennt in dieser Öffnung die Chance einer Verstärkung der Traditionsverbundenheit und Heimatliebe in der bayerischen Bevölkerung.
Markus Kosel stellte die Frage, wie man einem eventuellen Nachwuchsschwund in den Trachtenvereinen frühzeitig entgegenwirken könne.
Sebastian Krauss, Ortsvorsitzender FDP – Berchtesgadener Tal, sieht hier die Kindergärten und Grundschulen aufgefordert, die Kinder mit dem Brauchtum der bayerischen Heimat vertraut zu machen. Dieses Vermitteln von Tradition sollte nicht nur dem Engagement der Pädagogen überlassen bleiben, sondern verstärkt vom Lehrplan eingefordert werden.
Bezirksrätin Gräfin von Baudissin- Schmidt betonte, dass die Brauchtumspflege kein Monopol von Parteien, sondern Anliegen von uns allen sei.
