Die Liberalen im Berchtesgadener Land - FDP im Tal unterstützt Schlossplatz-Öffnung und kritisiert das Tourismusmarketing im Tal

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  • FDP im Tal unterstützt Schlossplatz-Öffnung und kritisiert das Tourismusmarketing im Tal

    (14.04.2010)

    Bischofswiesen: (08 April 201) - Anlässlich einer Mitgliederversammlung sprach sich die FDP im Berchtesgadener Tal für die  Öffnung des Schlossplatzes  aus. Allerdings nicht vorbehaltlos und auch nur als Übergangslösung. Auf Sicht bedürfe es einer besseren Lösung in Form einer Untertunnelung oder einer Umfahrung. Die Organisation des Tourismusmarketings im Berchtesgadener Talkessels stößt auf Kritik


    Die Diskussion zu Nonntal und Schlossplatz mit allem Für und Wider,  wurde von den berchtesgadener Liberalen mit solcher Ausführlichkeit geführt, dass der Ortsvorsitzende Sebastian Krauß am Ende eines langen Abends einige Punkte seiner Tagesordnung auf das nächste Treffen verschieben musste. Denn eine einfache Lösung gibt es nicht, da waren sich alle einig. Dass die Sperrung des Schlossplatzes und die dadurch provozierten Umwege ein Ärgernis für jeden Autofahrer seien und gerade  Touristen unnötige Probleme bereitet würden ihr Ziel zu finden, sei auch kein neues Argument. Von einer verbesserten Verkehrsanbindung des Marktes durch die Erreichbarkeit über das Nonntal versprechen sich die Liberalen eine Belebung des ganzen Marktes. „Nur geht durch das erhebliche Verkehrsaufkommen  in Zusammenhang mit der Enge der Torbögen und überhöhter Geschwindigkeiten viel Gemütlichkeit in der Fußgängerzone verloren.“ gab Krauß zu bedenken. Als Voraussetzung für eine Öffnung sieht die FDP daher eine deutliche Ausschilderung der erlaubten Geschwindigkeit und bauliche Maßnahmen zur Temporeduktion. Die jetzige Ausschilderung sei unzureichend und vielen Autofahrern unbekannt.  Ferner müsse man sich die Möglichkeit offen halten in der touristischen Hauptsaison mit flexiblen zeitlichen Beschränkungen zu arbeiten.  Überhaupt sieht die FDP den Schlossplatz nur als Zwischenlösung. Auf Dauer brauche es  eine Untertunnelung oder eine Umfahrung. Planungen dazu gab es schon vor Jahrzehnten, hier werde  man die Gemeinde auffordern  wieder anzuknüpfen. Nur weil etwas kurzfristig nicht finanzierbar scheine, dürfe man eine langfristig tragfähige Lösung nicht aus dem Auge verlieren. 


Als weiteres Schwerpunktthema kündigte Krauß eine kritische Auseinandersetzung mit der Organisation und Vermarktung des berchtesgadener Tourismus an. „Ich habe den Eindruck, dass wir hier noch viel Verbesserungspotenzial haben. Denn wir haben alleine über zehn mehr oder wenig aktuelle Internetseiten. Die  BGLT, TRBK und jede Gemeinde noch mal extra betreiben Marketing. Mir sieht das sehr nach dem berühmten Kirchturmdenken aus. Mit gebündelten Mitteln wäre sicher mehr zu erreichen. Für unsere Gäste hat das alles keine bessere Serviceleistung sondern höchstens Verwirrung zur Folge.“ so Krauß der vor allem die unnötigen und teueren Parallelstrukturen kritisierte. Die FDP werde diesem Thema verstärkt nachgehen und Missstände anprangern. „Auch wenn wir uns damit bei den Verantwortlichen nicht beliebt machen.“ Als Beispiel für mangelnde Konzeption und Zusammenarbeit nannte Krauß das neue  Schornbad. „Weil eine Gemeinde, oder deren Bürgermeister meint unbedingt und sofort auch ein eigenes Freibad zu brauchen, wurde zur Finanzierung ohne Konzept der Trifftplatz verscherbelt und auf zwei weitere Lebensmittelläden hat nun wirklich keiner gewartet. Mit einem solchen Verhalten schaden wir uns nur selbst.“ So Krauß abschließend.




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