Die Liberalen im Berchtesgadener Land - Kreis FDP treffsicher
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Kreis FDP treffsicher
(14.04.2010)
Berchtesgaden: Ortsverband Berchtesgadener Tal veranstaltet Kreisstammtisch in der Schießstätte
„Macht mir keine Löcher in die Wand, sonst müssen wir nachher weißeln.“ Der Scherz von Sebastian Krauß, selbst Sportschütze bei den Berchtesgadener Feuerschützen und Vorsitzender des FDP Ortsverbandes im Tal war unbegründet. Die Luftgewehrkugeln der zum Kreisstammtisch in der Berchtesgadener Schießstätte zusammengekommenen FDP Mitglieder trafen nicht nur die Scheibe, es waren sogar einige schöne „Blattl“ dabei. Besonders treffsicher zeigte sich FDP Stadtrat Gerhard Schröter aus Bad Reichenhall, der seine langjährige Erfahrung als Jäger nutzte und den besten Schuss des Abends für sich verbuchen konnte. Im Gegensatz zu anderen Parteien bekenne sich die FDP zu 600 Jahren bayrischer und 350 Jahren Berchtesgadener Schützentradition und unterstützt die 1,6 Millionen deutschen Schützen durch Gesetzgebung mit Augenmaß, so Krauss der den Stammtisch nutzte um seine Parteikollegen vor Ort über den Schießsport zu informieren. Genau so engagiert wie zuvor auf der Jagd nach den Zehnern auf den Luftgewehrscheiben gestaltete sich die anschließende Diskussion zu gerade aktuellen Themen. So bezeichnete Krauss den Vorwurf der Käuflichkeit im Zusammenhang mit den Spenden eines Hotelkonzerns an die FDP als geradezu unverschämt, denn der Reduzierte Steuersatz für das Übernachtungsgewerbe war bereits zur Bundestagswahl 2005 Beschlusslage. Der Tourismuspolitische Sprecher des FDP Kreisverbandes, Kurt Binder aus Bayerisch Gmain, stellte klar, dass nicht nur Hotels von dieser Steuerentlastung profitieren. Gerade auch für die kleinen privaten Vermieter im grenznahen Raum, wie im Berchtesgadener Land, habe man einen echten Wettbewerbsnachteil gegenüber den Nachbarstaaten beseitigt und etwas mehr finanziellen Spielraum, zum Beispiel zum Renovieren geschaffen. „Es ist daher abzusehen, dass ein Großteil dieser Investition regional ins Wirtschaftssystem zurückfließen. Durch die steuerliche Unterscheidung von Übernachtung und Verköstigung hat man aber für mehr Bürokratie gesorgt als nötig“, so Binder hier gäbe es weiteren Handlungsbedarf. Auch Krauss kritisierte die Ungleichbehandlung von Übernachtungsgewerbe und Gastronomie, verwies aber auf eine Vereinbarung der Bundesregierung die komplette Mehrwertsteuer mit all ihren teils abstrusen Regelungen zu überprüfen.
